Point Alpha-Gedenkstätte

Unsere Tagesfahrt zum Point Alpha fand wie geplant, am Mittwoch, den 03.07.2013 um 7:30 Uhr mit dem Bus von der TI Niederlassung in Eschborn, Alfred-Herrhausen-Allee 7, statt. Die Wettervorhersagen waren nicht berauschend, gleichwohl war die Stimmung der Mitreisenden von Anfang an gut.

Zu Beginn machte der Reiseleiter – wie immer- den obligatorischen Anwesenheits-Check. Jedoch zwei der gemeldeten Reiseteilnehmer fehlten. Ein Anruf ergab, es lag eine Erkrankung vor, man hatte aber vergessen, sich bei der Reiseleitung abzumelden. Kann vorkommen.

Unser Bus führte uns über die A 5 bis zum Frankfurter Kreuz, von dort zur A 3 bis zum Abzweig Hanau, dann über die B 45 und die B 43 A zur A 66 Richtung Fulda. Damit sind wir etwas umständlich auf den „Leitstrahl“ (A66) unseres ersten Reisezieles Fulda-Petersberg gekommen.

Im Gasthaus „Altes Casino“ hat uns ein ausgezeichnetes FrĂĽhstĂĽcksbĂĽffet erwartet. Keine WĂĽnsche blieben offen. Vom Obst ĂĽber MĂĽsli, Eier, Butter, Käse, oberhessische Wurstsorten, verschiedenen Salaten – um nur einiges zu nennen – war fĂĽr jeden Geschmack etwas vorhanden. So gestärkt gingen wir kurz vor der Bus-Weiterfahrt noch schnell zu der direkt hinter der Gaststätte auf dem Berg liegenden Kirche St. Peter, die von dort oben aus einen wunderbaren Blick auf die Stadt Fulda bot.

Nun ging es weiter zum Point Alpha. Zunächst besuchten wir die Dauerausstellung das „Haus auf der Grenze“, welche das Grenzregime der DDR und das Leben der Bevölkerung im Sperrgebiet zeigt. Nach einem etwa 500 m langen Spaziergang entlang den früheren Grenzanlagen kamen wir zum ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt, von dem aus von den Amerikanern während des kalten Krieges Tag und Nacht das Verhalten der Gegenseite festgestellt wurde. Für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung hatten die Amerikaner u.a. an dieser Stelle, dem sogenannten Fulda-Gap (Fulda-Lücke) einen Angriff aus dem Osten erwartet, der zum Glück nie erfolgt ist. Sehr nachdenklich gingen wir nach den Besichtigungen auf dem ehemaligen Militärgelände zu einer Erfrischungspause.

Unser nächstes Reiseziel war das Malerdorf Kleinsassen/Rhön. Hier befindet sich das internationale Pfundsmuseum, das auf etwa 250 qm alte Waagen, Maße, Gewichte, Ellen usw. von vielen Jahrhunderten zeigt. Das Erreichen des Museums war mit unerwartet großen Schwierigkeiten wegen Bauarbeiten an der Dorfstraße verbunden. Der erste Versuch misslang, weil die Ortstraße gesperrt war. Eine zweite Anfahrt von einer anderen Seite war ebenfalls erfolglos, weil auf der Straße eine große Baumachine arbeitete. Erst die totale Umfahrung des Ortes von einer dritten Seite brachte uns die Zufahrt zum Museum. Nach einem sehr interessanten Museumsrundgang mit über 40 000 Exponaten konnten wir uns in einem im Nachbargebäude neu eröffneten Cafe „Rhönrös(s)lein“ abermals stärken. Unser Besichtigungsprogramm in der Rhön war damit beendet und der Wettergott war überwiegend gnädig gewesen.

Der Abschluss unserer Reise fand bei gutem Essen und Trinken in der „Alten Wagnerei“ in Mülheim bei Hanau statt.

Wir haben bei dieser Tagesreise viele neue und schöne Eindrücke sammeln können, sind aber auch nachdenklich geworden und sagen: es war wieder ein bleibendes Erlebnis.

(G.W.)